Autor: Willy Ruygh

  • Nachruf Anita Bruns

    Nachruf Anita Bruns

    Wir trauern um Anita Bruns, die viel zu jung nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. Mit Anita verlieren wir eine sehr beliebte und engagierte Sportfreundin, ein Herzstück unseres Vereins. Im Jahr 2010 ist sie zusammen mit ihrer fünfjährigen Tochter Judith, die inzwischen Vorsitzende des Emsland-Inline e.V. ist, dem Verein beigetreten. Von Anfang an hat sie sich stark engagiert. Als Mutter und Jugendbetreuerin begleitete Anita unsere Leistungskids im Training und zu vielen Wettkämpfen in Niedersachsen, NRW und Hessen sowie zu Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften. Sie hat sich als Übungsleiterin ausbilden lassen, um beim Kindertraining mitwirken zu können. Vereinsinterne Veranstaltungen und Inlinesportwettkämpfe in Sporthallen sowie auf der Bahn im Emsauenpark hat Anita in wesentlichen Teilen organisiert wofür sie als „Vereinsheldin“ geehrt wurde. Obwohl der Krebs in Anitas Leben immer mehr die Oberhand gewann, hat sie über zehn Jahre lang im Vorstand als Beisitzerin und als Stellvertretende Vorsitzende wichtige Arbeit geleistet. Dabei hat Anita in ihrer ruhigen und sympathischen Art die Entwicklung unseres Vereins in großartiger Weise vorangebracht. Dafür wurde sie mit den Ehrennadeln des KSB Emsland und des Landessportverbands Niedersachsen geehrt.

    In die Planung zum 1. Inlinecup des Emsland-Inline e. V. brachte Anita sich ein, soweit ihre Kraft das noch gestattete. Die letzten Wochen vor der Veranstaltung verbrachte Anita – begleitet von ihrer Familie – in der Palliativabteilung des Bonifatius Hospitals Lingen. Anita wusste, dass sie diesen Wettkampf nicht miterleben kann. Ihr ausdrücklicher Wunsch war die Durchführung dieser Sportveranstaltung – auch wenn sie selbst nicht (mehr) dabei sein kann. Schweren Herzens hat unser Team Anita ihren Wunsch erfüllt und einen großartigen Wettkampftag gestaltet, zu dem Kinder, Eltern und Betreuer aus weiten Teilen Niedersachsens angereist waren.

    Anita ist Teil unserer Vereinsgeschichte und wird allezeit einen Platz in unseren Herzen behalten. Unsere aufrichtige und sehr herzliche Anteilnahme gilt ihrem geliebten Mann Thomas, ihren Kindern Judith und Lennard sowie ihrer Mutter Marlen – und natürlich auch Fiene, Anitas kleiner Freundin und Trost in schweren Zeiten. Wir wünschen allen Angehörigen und Freunden von Herzen, dass die guten Erinnerungen, die bleiben, mit der Zeit Trost spenden können.

  • 1. Inlinecup in Lingen

    1. Inlinecup in Lingen

    Die fünfjährige Luna Borker aus Lingen war die jüngste Teilnehmerin beim 1. Inlinecup des Emsland-Inline e. V.

    Knapp 80 Kinder und Jugendliche kamen Ende September aus weiten Teilen Niedersachsens nach Lingen, um sich hier in Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Ausdauer mit ihren Altersgenossen auf Inlineskates zu messen. Die Fünf- bis Zwölfjährigen mussten zunächst einen Parcours bewältigen, bei dem Slaloms, Kreise und Achten vorwärts und rückwärts möglichst fehlerfrei und in hohem Tempo zu bewältigen waren. Dazwischen mussten sie auch noch über Hindernisse springen oder drunter durchfahren. Im Anschluss standen je nach Altersklasse kurze oder längere Einzel-Sprintrennen sowie entsprechende Massenstarts auf dem Programm. Beim sogenannten Dobbin Sprint erfolgt ein fliegender Start, zu dem die Sportler/innen eine Hallenrunde Anlauf nehmen können, um dann mit höchst möglicher Geschwindigkeit über die Startlinie zu rollen und ihr Tempo bis ins Ziel noch steigern oder wenigsten beibehalten sollten. Bei den Ausscheidungs-Sprintrennen starten jeweils bis zu fünf Sportler/innen aus am Boden markierten „Startboxen“, um dann eine oder zwei Hallenrunden zu skaten. Dabei kommen die jeweils Zeitschnellsten ins Halbfinale und nach weiteren Ausscheidungsrennen ins Finale. Beim Massenstart waren bis zu 14 Jungs oder Mädels am Start. Diese Rennen waren zwischen zwei und 16 Hallenrunden lang. Überrundete Teilnehmer/innen wurden zur Sicherheit aus dem Rennen genommen. Die Einzelergebnisse aus Parcours, Sprint- und Ausdauerrennen waren dann Grundlage für die Gesamtwertung in den Altersklassen – getrennt nach Geschlechtern. Ergebnisse des 1. Inlinecup unter https://skateresults.app/emsland-inlinecup-2025/info

    Judith Bruns (Vorsitzende des Emsland-Inline e. V.) hatte erstmals einen überregionalen Sportwettkampf organisiert, wofür sie von Vertretern des Niedersächsischen Rollsportverbands und den Gastvereinen hohe Anerkennung fand. Sie konnte sich insbesondere bei den Jüngsten über Treppchen Plätze freuen. Bei den Schülern C stand Ben Roßwinkel (Wietmarschen) ganz oben auf dem Treppchen gefolgt von Eike Borrmann (Lingen) auf dem 2. Platz. Ebenfalls auf dem 2. Platz landete Judith Backsmann (Bawinkel) in der Altersklasse der Sechs- und Siebenjährigen. Luna Borker als jüngste Teilnehmerin und ihre Schwester Maira sind erst seit den Sommerferien beim Training der Emsland-Inliner, erzählt Willy Ruygh. Beide konnten in den Altersklassen Schüler D und C diesmal schon stolz ihre Bronze-Medaille in Empfang nehmen.

    Unsere Aufbauarbeit nach der Corona Krise zeigt erste Erfolge, freut sich Willy Ruygh (Trainer). So konnten unsere Nachwuchstalente in allen Altersgruppen bei den Geschicklichkeitsläufen (Parcours) schon gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. Bei den Sprint- und Ausdauerdisziplinen werden wir den Kindern helfen, ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln, denn hier waren die Teilnehmer/innen speziell aus Gifhorn und Celle (noch) klar die Stärkeren. „Passende und stabile Inlineskates sind grundlegende Voraussetzung, das Inlineskaten richtig zu erlernen“, meint er und ergänzt, „seit Luna und Maira die von uns empfohlenen Skates an den Füßen tragen, haben sich ihre Fähigkeiten rasant entwickelt“.

    Der Emsland-Inline e. V. wurde 2005 gegründet und bietet freitags und samstags ganzjährig (außer in den Ferien) Übungsstunden und Kurse an. Weitere Informationen: https://emsland-inline.de/

    Ben Roßwinkel und Eicke Borrman auf dem Siegerpodest der Schüler C
    Luna Borker, die Jüngste Teilnehmerin beim 1. Inlinecup des Emsland-Inline e. V. freut sich über ihren dritten Platz hinter Judith Backsmann (Lingen) und Leonora Leischke vom MTV Gifhorn
    Gruppenfoto: Judith Bruns, Vorsitzende des Vereins (hinten rechts) erfuhr große Anerkennung von Vertretern des Niedersächsischen Rollsport- und Inline Verbands und allen Gastvereinen für die von ihr sehr gut organisierte Veranstaltung. Neben ihr Jugendbetreuerin Stella Goerke. Die Emsland-Inline-Kinder scharten sich am Ende der Veranstaltung um ihren Trainer Willy Ruygh (Mitte). Luna Borker rechts neben ihm.
  • Nachruf Reinhard

    Wir trauern um unseren lieben Sportfreund Reinhard und verlieren mit ihm eine tragende Säule unseres Emsland-Inline e. V.

    Reinhard hat 2008 im Alter von 58 Jahren den Inlineskatersport für sich entdeckt und ist Mitglied bei den Emsland-Inlinern geworden. Schon bald hat er sich ehrenamtlich im Verein engagiert und die Aufgabe des Kassenwartes übernommen, die er zwölf Jahre lang verantwortungsvoll und ohne Beanstandung ausgeübt hat. Dafür wurde Reinhard mit Ehrennadeln des KSB Emsland und des LSB Niedersachsen ausgezeichnet. Als Leistungssport-Trainer für Speedskating und Ideengeber für die Erweiterung des Sportangebotes sowie als Organisator von Sport- und Freizeitveranstaltungen war Reinhard hochgeschätzt. Seine ruhige, ausgleichende Art zeichnete ihn als besonders sympathischen Sportfreund aus. Mit großer Freude beteiligte sich Reinhard an Inlineskater-Marathonläufen in Koblenz, Köln, Bonn und ganz besonders in Berlin. Die Teilnahme an Sechs- bzw. 24 Stundenrennen in den Niederlanden (zur Unterstützung krebskranker Kinder) war unserem Sportfreund ein besonderes Anliegen. Nach seiner Krebsoperation hat Reinhard sich wieder wacker ins Sportlerleben zurück gekämpft. Auch nach einer weiteren schwierigen Bauchoperation hat er nicht aufgegeben, sondern sich im Rahmen seiner gesundheitsbedingt eingeschränkten Möglichkeiten zusammen mit Willy auf den Berlin-Marathon 2022 vorbereitet. Zur Teilnahme an diesem Event kam es leider nichtmehr.

    In der Woche vor diesem Sportwettkampf, auf den er sich ganz besonders freute, musste Reinhard sich einer weiteren Operation unterziehen. Bei diesem medizinischen Eingriff kam es zwei Mal zu einem minutenlangen Herzstillstand. Die Folge war ein zwölfwöchiges Koma aus dem er in der Nacht zum 13. Dezember 2022 erlöst wurde.

    Unsere aufrichtige und sehr herzliche Anteilnahme gilt seiner geliebten Frau Hermine, seinen Kindern und Enkelkinder sowie seiner Schwägerin Margret. Wir wünschen Reinhards Familie von Herzen, dass die guten Erinnerungen, die bleiben, mit der Zeit Trost spenden können.